Fluidtechnik-Lexikon
Hier finden Sie alles rund um die Thematik Fluidtechnik in insgesamt 2500 Stichworten, 983 Abbildungen und Formeln und über 6000 Querverweisen zusammengefasst. Das O+P-Fluidlexikon konnte Dank einer Kooperationsvereinbarung mit den Vereinigten Fachverlagen exklusiv integriert werden.
Druckölnetz mit Speicher [pressure supply circuit with accumulator]
Variante der zentralen Druckölversorgung, bei der ein Hydrospeicher die Aufgabe der Energiespeicherung übernimmt. Damit kann die zu installierende Leistung kleiner gehalten werden, da die Pumpe nur nach dem mittleren Verbrauch während des Arbeitsspiels ausgelegt werden muß. Die darüber hinausgehenden Spitzen werden vom Speicher zur Verfügung gestellt (Bild D 68). Nachteilig ist, daß diese Lösung — wie jede zentrale Druckölversorgung — die Leistungsverluste eines Konstantdrucksystems aufweist.
Die Geschwindigkeit der angeschlossenen Verbraucher ergibt sich aus der Differenz zwischen Speicherdruck und Lastdruck, daher sind oft Stromregler für eine gleichförmige Bewegung notwendig.
Speicherantriebe sind angebracht, wenn
- die Druckölentnahme kurz gegenüber der Dauer eines Arbeitsspiels ist,
- viele gleichartige Verbraucher versorgt werden müssen, die nicht alle gleichzeitig arbeiten,
- viele Verbraucher mit sehr unterschiedlichem Verbrauch zusammengefaßt werden sollen.
Als Pumpen werden normalerweise Konstantpumpen eingesetzt, die mit einem Pumpenumlaufventil zu- oder abgeschaltet werden. Man kann aber auch mit Verstellpumpen arbeiten, die dann mit Druckreglern ausgerüstet sind. Sie verursachen höhere Leistungsverluste.

- Abbildung D 68: Drucköl-Verbrauchsdiagramm

