Fluidtechnik-Lexikon
Hier finden Sie alles rund um die Thematik Fluidtechnik in insgesamt 2500 Stichworten, 983 Abbildungen und Formeln und über 6000 Querverweisen zusammengefasst. Das O+P-Fluidlexikon konnte Dank einer Kooperationsvereinbarung mit den Vereinigten Fachverlagen exklusiv integriert werden.
Gleichspannungsmagnet [DC solenoid]
Mit Gleichspannung betriebener Elektromagnet. Der G. erreicht den Nennstrom erst einige Zeit nach dem Einschalten. Daher steigt die Kraft zuerst langsamer an, und deshalb schaltet er auch langsamer als der Wechselspannungsmagnet (Bild G 18).
Vorteile [advantages] sind:
- Bei entsprechender Auslegung sind auch größte Schaltzahlen möglich,
- der Anker kann in jeder Zwischenstellung angehalten werden, ohne daß der Strom (die Kraft) unerlaubt ansteigt.
Nachteile [drawbacks] sind:
- Verhältnismäßig lange Schaltzeiten,
- verhältnismäßig geringe Anzugskraft,
- da G. überwiegend mit 24 V arbeiten, werden ein Transformator und ein Gleichrichter benötigt.
Man kann den Stromanstieg durch Schnellerregung oder durch Übererregung beschleunigen (Bild G 19).
Vom Aufbau her unterscheidet man:
- trockene G., bei denen sich der Anker in einem Luftspalt bewegt. Die Durchführung
der Ankerachse muß daher durch eine Dichtung gegen das Öl im Ventil abgedichtet werden. Das bedeutet Reibung und Hysterese;
- druckdichte G., bei denen der Anker in einem druckdichten Rohr läuft, das aus Gründen des Magnetflusses aus einem Stahl- und einem Buntmetallteil besteht. Die Ankerachse muß nicht abgedichtet werden (Bild G 20). Diese Ausführung wird heute überwiegend eingesetzt.

