Fluidtechnik-Lexikon
Hier finden Sie alles rund um die Thematik Fluidtechnik in insgesamt 2500 Stichworten, 983 Abbildungen und Formeln und über 6000 Querverweisen zusammengefasst. Das O+P-Fluidlexikon konnte Dank einer Kooperationsvereinbarung mit den Vereinigten Fachverlagen exklusiv integriert werden.
Redundanz [redundancy]
Bezeichnet das Vorhandensein von mehr als für die Ausführung der vorgesehenen Aufgaben an sich notwendigen Mittel. Die R. wird in vielen Technikbereichen angewendet, um die Zuverlässigkeit, sowie die Robustheit zu erhöhen oder um Funktionssicherheit in Störfällen bzw. Datensicherheit zu verwirklichen.
Technische R. [technical redundancy]:
Maßnahmen zur Erhöhung der Zuverlässigkeit eines Systems, indem die Geräte bzw. Teilsysteme, die besonders anfällig sind, doppelt oder mehrfach in Parallelschaltung angeordnet werden. Die angestrebte Zuverlässigkeit erfordert umso mehr Redundanzglieder, je unzuverlässiger das Einzelglied ist. (Bild R 12).
Da elektrische (elektronische) Bauteile meist anfälliger sind als fluidische, konzentrieren sich die Redundanzmaßnahmen in der Fluidtechnik auf die Signalverarbeitung. Aber auch fluidische Systeme können redundant ausgeführt sein. Dabei sind die redundanten Geräte (Kreise) so geschaltet, daß sie automatisch die Funktion eines ausgefallenen Gerätes übernehmen.
R. in der Datenverarbeitung stellt das mehrmalige Vorhandensein derselben Information dar. Damit ist die Rekonstruktion einer fehlerhaften oder verstümmelten Nachricht möglich.
Man unterscheidet zwischen:
Aktive R. (heiße Redundanz) [active red. (task sharing)]:
alle redundanten Geräte (Schaltungen) arbeiten ständig mit. Dadurch wird die Auswirkung von Fehlern auf das Arbeitsglied minimiert. Allerdings unterliegen sie auch der gleichen Beanspruchung und ständigem Verschleiß.
Passiver R. (heiße Redundanz) [standby red.]:
es ist jeweils nur ein Gerät (Schaltung) in Betrieb, der (die) andere(n) wird(werden) bei Bedarf, d. h. bei Ausfall durch ein Koppelglied zugeschaltet (Bild R 13).

