Fluidtechnik-Lexikon

Hier finden Sie alles rund um die Thematik Fluidtechnik in insgesamt 2500 Stichworten, 983 Abbildungen und Formeln und über 6000 Querverweisen zusammengefasst. Das O+P-Fluidlexikon konnte Dank einer Kooperationsvereinbarung mit den Vereinigten Fachverlagen exklusiv integriert werden.


Schalldämpfer [silencer (muffler)]

Allgemein [general]:
Gerät, das Druck- (Pulsations-) Schwingungen abbaut und so die damit verbundene Lärmerzeugung verringert, ohne den Transport des Mediums zu behindern.

In der Hydraulik [in hydraulics]:
Hier soll der Sch. die Druckschwingungen in der Leitung nach der Pumpe herabsetzen. Um in einem möglichst breiten Frequenzband wirksam zu werden, müssen die Einwirkungen des ganzen Systems berücksichtigt werden, d. h. ein solcher Sch. muß der jeweiligen Anlage angepaßt werden. Daran scheitert der Einsatz in vielen Fällen.
Wenn, dann arbeitet man vorwiegend mit Reflexions-Sch. mit Ausdehnungskammer,
bei denen die primäre Schallwelle durch eine zweite Welle gleicher Amplitude und Frequenz, aber um 180° verschobener Phasenlage ausgelöscht wird (Bild S 5).
Der Erfolg dieser Sch. wird in der Hydraulik dadurch beeinträchtigt, daß ihre optimale Wirksamkeit auf wenige Frequenzen beschränkt ist, die Druckpulsationen von Pumpen aber ein relativ breites Spektrum umfassen. Außerdem muß der günstigste Einbauort für jede Anlage neu bestimmt werden.

In der Pneumatik [in pneumatics]:
Hier werden Sch. in zwei Bereichen notwendig: Einmal sind Dämpfungsmaßnahmen auf der Saug- und/oder Druckseite von Kompressoren erforderlich. Dort setzt man Absorptionsdämpfer ein. Zum anderen muß das Geräusch unterdrückt werden, das beim Austreten von Luft mit sehr hoher Geschwindigkeit bei Steuergeräten entsteht. Dazu benutzt man mit gutem Erfolg Kleinschalldämpfer. Das sind Hohlkörper mit gepreßten Faserstoffen oder Körper aus groben Sinterwerkstoffen (Bild S 6). Sie wirken durch Abbremsen der Strömungsgeschwindigkeit und Aufsplittern der Strömungsrichtung.