Fluidtechnik-Lexikon
Hier finden Sie alles rund um die Thematik Fluidtechnik in insgesamt 2500 Stichworten, 983 Abbildungen und Formeln und über 6000 Querverweisen zusammengefasst. Das O+P-Fluidlexikon konnte Dank einer Kooperationsvereinbarung mit den Vereinigten Fachverlagen exklusiv integriert werden.
Schieberventil [spool valve]
Ventil, bei dem die Anschlüsse durch ein gleitendes Element (Schaltelement) miteinander verbunden oder voneinander getrennt sind. Die Bewegung kann axial, drehend oder in einer Kombination daraus erfolgen (CETOP RP 100).
Man unterscheidet bei der axialen Bewegung zwischen den Kolbenventilen (auch Längsschieberventile genannt) und den Flachschieberventilen, bei denen das gleitende Element eine rechteckige Form hat. Flachschieberventile werden in der Hydraulik kaum verwendet; sie kommen jedoch in der Pneumatik vor.
Ähnliches gilt für die Drehschieberventile, bei denen das Steuerelement ein drehbarer Schieber ist.
Am häufigsten sind die Kolbenventile eingesetzt, bei denen das Steuerelement rund und in einer Bohrung des Ventils längs verschiebbar ist. Es ist — im Gegensatz zum Sitzventil — druckausgeglichen und daher leicht verschiebbar.
In der Hydraulik werden die Steuerkolben mit Spaltdichtungen abgedichtet (Bild S 22 a) — und sind daher nie ganz dicht — während sie in der Pneumatik mit O-Ringen abgedichtet werden können (b).

- Abbildung S 22: Schieberventil; a) Hydraulik, b) Pneumatik

