Fluidtechnik-Lexikon
Hier finden Sie alles rund um die Thematik Fluidtechnik in insgesamt 2500 Stichworten, 983 Abbildungen und Formeln und über 6000 Querverweisen zusammengefasst. Das O+P-Fluidlexikon konnte Dank einer Kooperationsvereinbarung mit den Vereinigten Fachverlagen exklusiv integriert werden.
Feldbus [fieldbus]
Technische Einrichtung bestehend aus Hardware und Software, welche die Kommunikation und den Austausch von Daten zwischen den an ihr angeschlossenen Geräten ermöglicht (Bild F 8). Die Geräte sind in erster Linie Sensoren, Aktoren, Ventile und prozeßnahe Komponenten, aber auch Bedienterminals und Schnittstellen zu anderen Bussystemen. Die intermaschinelle Kommunikation, die allgemein nach dem 7-Schichten-ISO/OSI-Architekturmodell stattfindet, ist beim F. heute auf die Schicht 1 (physical Layer), Schicht 2 (Data-Link-Layer) und Schicht 7 (Application Layer) begrenzt.
Als Hardware für die Kommunikation werden beim F. vielfach z. B. die serielle Schnittstelle RS 485 oder Lichtwellenleiter eingesetzt. Die Koordinierung der Kommunikation geschieht durch serielle Protokolle (Software), die eine rechtzeitige Signalübertragung, hohe Störsicherheit und Flexibilität bezüglich der Anzahl der Teilnehmer, Geschwindigkeit und Art der übertragenen Daten garantieren.
In der industriellen Antriebs- und Steuerungstechnik werden heute zahlreiche Feldbussysteme angeboten, z. B. ASI (Kommunikation und elektrische Steuerleitung werden über dasselbe Kabel transportiert), CAN-Bus, Interbus, Profibus DP u. a. Teilweise sind die F. bereits genormt z. B. in DIN 19 245. Der Einsatz von F. reduziert den Verkabelungsaufwand in Steuerungssystemen erheblich, da alle Geräte mit demselben Kabel verbunden sind. Der F. ist eine wichtige Einrichtung für die Entwicklung dezentraler Steuerungssysteme und intelligenter Sensoren, Aktoren und Systeme.

- Abbildung F 8: Kommunikationsarchitektur

