Fluidtechnik-Lexikon
Hier finden Sie alles rund um die Thematik Fluidtechnik in insgesamt 2500 Stichworten, 983 Abbildungen und Formeln und über 6000 Querverweisen zusammengefasst. Das O+P-Fluidlexikon konnte Dank einer Kooperationsvereinbarung mit den Vereinigten Fachverlagen exklusiv integriert werden.
Filter [filter]
Gerät, dessen Hauptfunktion das Zurückhalten ungelöster Fremdkörper in einem Druckmedium ist. Mit der Filterung soll erreicht werden, daß
- der Verschleiß an bewegten Teilen durch die Fremdkörper herabgesetzt und damit die Lebensdauer der Geräte erhöht wird;
- Funktionsstörungen durch Verstopfen von Spalten sowie Hängenbleiben von Steuerkolben und damit Betriebsunterbrechungen vermieden werden;
- die Alterung der Druckflüssigkeit durch chemische Vorgänge als Folge von Verunreinigung verlangsamt wird.
Filtern ist in der Ölhydraulik wichtiger als in der Druckwasserhydraulik, weil man mehr mit Dichtspalten arbeitet, in denen sich harte Schmutzpartikel festsetzen und dann die bewegte Oberfläche beschädigen können. Daher entspricht die für einen bestimmten Spalt kritische Partikelgröße in etwa der Spalthöhe: wesentlich größere Teilchen bleiben vor dem Spalt und wesentlich kleinere passieren den Spalt, ohne seine Flächen zu beschädigen.
In der Pneumatik müssen Filter nicht nur Feststoffpartikel zurückhalten, sondern auch Flüssigkeitströpfchen (Öl, Wasser). Dazu werden z. T. erheblich feinere Filter benötigt (Druckluftfilter).
Man unterscheidet:
Nach dem Arbeitsdruck Saugfilter und Druckfilter (Hochdruck- und Niederdruckfilter);
nach der Filterwirksamkeit Hauptstromfilter, Teilstromfilter und Nebenstromfilter;
nach der Bauart Oberflächenfilter und Tiefenfilter;
nach dem Einbauort Hochdruckfilter, Rücklauffilter, Belüftungsfilter, Einfüllfilter.

