Fluidtechnik-Lexikon

Hier finden Sie alles rund um die Thematik Fluidtechnik in insgesamt 2500 Stichworten, 983 Abbildungen und Formeln und über 6000 Querverweisen zusammengefasst. Das O+P-Fluidlexikon konnte Dank einer Kooperationsvereinbarung mit den Vereinigten Fachverlagen exklusiv integriert werden.


Systemordnung [order of control system]

Man teilt Systeme nach der Ordnung der sie darstellenden linearen Differentialgleichungen ein in Systeme 1., 2., ... n. Ordnung. Dabei sind die Beiwerte der Glieder höherer Ordnung häufig so klein, daß sie vernachlässigt werden können. Daher kommt man in den meisten Fällen mit Systemen 1., 2. oder 3. Ordnung aus.

  • Ein System 1. Ordnung hat nur einen Energiespeicher (z. B. Masse, die beschleunigt werden muß). Sie sind in der Hydraulik nur anwendbar, wenn die Kompressibilität des Öls vernachlässigt werden kann (z. B. unter günstigen Umständen bei Kopier- oder Nachlaufregelventilen).
  • Ein System 2. Ordnung hat 2 Energiespeicher bestehend aus Masse und Feder (z. B. kompressibles Öl) und ist daher schwingungsfähig. Die meisten Hydraulik-Systeme sind 2. Ordnung.
  • Bei Systemen 3. und höherer Ordnung muß auch die dritte und höhere Ableitung der Differentialgleichung berücksichtigt werden.