Fluidtechnik-Lexikon

Hier finden Sie alles rund um die Thematik Fluidtechnik in insgesamt 2500 Stichworten, 983 Abbildungen und Formeln und über 6000 Querverweisen zusammengefasst. Das O+P-Fluidlexikon konnte Dank einer Kooperationsvereinbarung mit den Vereinigten Fachverlagen exklusiv integriert werden.


Zustandsregler [state controller]

Regelungskonzept, das alle das Systemverhalten beschreibenden Zustandsgrößen in die Regelung einbezieht (z. B. Wege, Drücke, Geschwindigkeit, Beschleunigung u. a.).
Das bedeutet z. B. für eine Lageregelung, daß ihr noch die Geschwindigkeit und die Beschleunigung in Hilfsregelkreisen unterlagert werden.
Der Z. ist damit besonders gut geeignet für schwer stabilisierbare Regelstrecken oder Strecken mit geringer Eigendämpfung, da er bei höherer Kreisverstärkung eine ausreichende Dämpfung erzeugt.
Der Z. unterscheidet sich vom Kaskadenregler dadurch, daß alle Zweige auf einen Summenpunkt zurückgeführt und gemeinsam optimiert werden (Bild Z 10).
Wenn man die Zustandsgrößen aus meßtechnischen Gründen nicht messen kann, können sie durch Zustandsbeobachter eingebracht werden.
Bei Lageregelungen in der Fluidtechnik hat sich gezeigt, daß eine kombinierte Rückführung von Geschwindigkeit und Beschleunigung die besten Ergebnisse hinsichtlich Führungs- und Störverhalten bringt (Bild Z 11).
Auch bei nichtlinearen Regelungen kann die Beobachtertechnik ergänzend eingesetzt werden (Bild Z 12).