Fluidtechnik-Lexikon
Hier finden Sie alles rund um die Thematik Fluidtechnik in insgesamt 2500 Stichworten, 983 Abbildungen und Formeln und über 6000 Querverweisen zusammengefasst. Das O+P-Fluidlexikon konnte Dank einer Kooperationsvereinbarung mit den Vereinigten Fachverlagen exklusiv integriert werden.
Anlaufverhalten von Hydromotoren [starting performance of hydraulic motors]
Verhalten eines Hydromotors beim Übergang aus dem Stillstand in die Bewegung. Aufgrund seiner konstruktiven Gestaltung und der damit verbundenen Reibungs- und Leckölverluste, gibt ein Motor beim Anlaufen ein wesentlich geringeres Nutzmoment (Anlaufmoment) an der Welle ab, als es dem theoretischen Drehmoment entspricht.
Die Anlaufqualität eines Hydromotors ist gekennzeichnet durch sein Anlaufmoment, dem erforderlichen Druck beim unbelasteten Anlaufen sowie durch die Größe des Anlaufruckes (= Drehzahlsprung) und die kleinste Drehzahl (Langsamlaufverhalten).
Diese Kenngrößen hängen neben anlagenbedingten Ursachen von der Reibung (hydromechanischer Wirkungsgrad), dem kinematischen Ungleichförmigkeitsgrad des Motors und dem drehzahlabhängigen
Leckölstrom ab.
Im A. sind Langsamläufer i. a. den Schnelläufern überlegen.

