Fluidtechnik-Lexikon

Hier finden Sie alles rund um die Thematik Fluidtechnik in insgesamt 2500 Stichworten, 983 Abbildungen und Formeln und über 6000 Querverweisen zusammengefasst. Das O+P-Fluidlexikon konnte Dank einer Kooperationsvereinbarung mit den Vereinigten Fachverlagen exklusiv integriert werden.


Thermoplaste [thermoplastics]

Gruppe der elastischen Werkstoffe, die bei Energiezufuhr (Temperaturerhöhung) weich (thermoelastisch) werden, wobei Formteile ihre Form (Spannung) verlieren. Bei Abkühlung erfolgt eine Plastifizierung der Werkstoffe. Dieser Vorgang ist beliebig wiederholbar.
Dichtungen oder Dichtungsteile aus T. dürfen daher nicht über eine bestimmte Grenztemperatur hinaus erwärmt werden, da sonst ihre Vorspannung verloren geht. Wichtige T. für Dichtungen sind:
PTFE (Polytetrafluoräthylen, z. B. Teflon) ist extrem reibungsarm und hat sehr gute chemische Widerstandsfestigkeit (auch gegen HFD-Flüssigkeiten) und sehr hohe Temperaturbeständigkeit von –270° bis +260° C. PTFE wird bei Dichtungen mit Elastomerkern und bei Gleit- und Führungsringen mit Füllstoffen [compounds] eingesetzt.
PA (Polyamid, z. B. Nylon) hat gute Gleiteigenschaften und ist verschleißarm, hat aber hohe Wasseraufnahme (Quellen).
POM (Polyacetal, z. B. Delrin) hat sehr hohe mechanische Festigkeit, ergibt maßgenaue Teile. Häufiger Werkstoff für Backringe, Führungs- und Abstreifringe.