Fluidtechnik-Lexikon
Hier finden Sie alles rund um die Thematik Fluidtechnik in insgesamt 2500 Stichworten, 983 Abbildungen und Formeln und über 6000 Querverweisen zusammengefasst. Das O+P-Fluidlexikon konnte Dank einer Kooperationsvereinbarung mit den Vereinigten Fachverlagen exklusiv integriert werden.
Zylinder [cylinder]
Gerät, das die Druckenergie eines Mediums in mechanische Energie umsetzt. Die Antriebsbewegung ist meist geradlinig.
Kolbenzylinder [piston-type cylinder]:
Die mechanische Kraft F K entsteht durch Einwirkung des Druckes p des Übertragungsmediums auf die Kolbenfläche A K (die verbreitetste Form eines Z.):
Auf diese Weise können Kräfte von wenigen N bis zu 300 000 kN bei Hüben von wenigen cm bis 20 m von einem Z. aufgebracht werden.
Der Aufbau ist recht einfach, wie (Bild Z 20) erkennen läßt. Seine wichtigsten Eigenschaften sind:
- die Kraft wird direkt und ohne mechanische Zwischenglieder erzeugt,
- die Kraft kann an jeder Stelle des Hubes in beliebiger Größe bis zur Nennkraft aufgebracht werden,
- der nutzbare Hub kann innerhalb der baulichen Grenzen beliebig verändert werden,
- die Geschwindigkeit kann durch Verändern des Volumenstromes den unterschiedlichsten Forderungen angepaßt werden,
- durch die Wahl des Betriebsdruckes lassen sich die Abmessungen eines Z. weitgehend dem vorhandenen Einbauraum anpassen.
Z. werden einfachwirkend und doppeltwirkend sowohl in der Hydraulik (Hydrozylinder) als auch in der Pneumatik (Pneumatikzylinder) eingesetzt. Sie unterscheiden sich lediglich durch den Einfluß der unterschiedlichen Medien und Drücke.
Membranzylinder [diaphram cylinder]:
Die mechanische Kraft entsteht durch Einwirkung des Druckmittels auf eine Membrane. Dabei sind nur kleine Hübe möglich.


